Während OPC Data Access Zugriff auf Real-Time-Daten ermöglicht, die fortlaufend ändern, unterstützt OPC Historical Access den Zugriff auf bereits gespeicherte Daten. Von simplen seriellen Datalogging-Systemen bis zu komplexen SCADA-Systemen können historische Archive auf einheitliche Weise abgefragt werden. Diese Gruppe von Standards, die von der OPC Foundation erstellt wurde, bietet COM-Spezifikationen zum Uebermitteln von Daten von Geräten und Applikationen an, welche historische Daten wie zum Beispiel Datenbanken zur Verfügung stellen. Die Spezifikation unterstützt den Zugriff auf rohe, interpolierte und aggregate Daten (Daten mit Berechnungen) an.
OPC Historical Data Access, auch OPC HDA benannt, wird benützt, um archivierte Prozessdaten auszutauschen. Da die OPC-Technologie auf Server/Client-Architektur aufbaut, kann ein OPC-Client, zum Beispiel eine Applikation oder ein Spreadsheet, Daten via OPC HDA von einer konformen OPC-Data-Source abfragen. Wie bei der OPC DA-Spezifikation benützt auch OPC Historical Access DCOM von Microsoft für den Datentransport. DCOM unterstützt OPC HDA mit Security-Features wie User- Authentifizierung und Berechtigung wie auch Kommunikations-Verschlüsselungs-Service. OPC HDA Clients und Servers können sich auf verschiedenen PCs befinden, sogar wenn sie durch eine Firewall getrennt sind. Um dies zu realisieren, müssen Systemintegratoren DCOM korrekt konfigurieren und Ports in der Firewall öffnen. Wird die Windows Firewall benützt, müssen die User nur einen einzigen Port öffnen.